
Schluss mit taktischen Felsen
Warhammer‑Miniaturen haben bereits Sockel, auf denen sie stehen können; sie müssen nicht von Trümmerhaufen springen, um dramatisch zu wirken.
Es begann noch vernünftig: ein Ork mit einem Fuß auf einem Helm für eine dynamische Pose, oder ein Drache, der an einem Felsvorsprung befestigt ist, um Flug anzudeuten. Irgendwann wurde es zu viel. Jetzt sitzt ein Zwerg — definiert durch seine geringe Körpergröße — lächerlich mitten im Sprung auf dem Kopf einer gefallenen Statue, um auf dem Spieltisch groß und dramatisch zu wirken. Er ist nicht allein. Maugan Ra, der Phoenix Lord der Dark Reapers, spreizt über zwei separate „taktische Felsen“, damit er eine Power‑Pose einnehmen kann, die weniger wie Seelenraub und mehr wie ein Gitarrensolo mit zu viel deedly‑deedly aussieht (Bildnachweis: Corvus Belli). Andere Hersteller sind ebenfalls schuldig — Corvus Belli verkauft sogar Felsen separat mit Namen, die auf Dwayne Johnson und The Rolling Stones anspielen — und Games Workshop machte einmal einen Aprilscherz darüber, einen lebensgroßen Felsen zu bauen, auf dem man stehen konnte. Wenn dieses Motiv schon zum Witz geworden ist, könnte man denken, sie würden nachlassen, aber sie setzen weiterhin winzige Krieger auf so viel Schutt, dass sie aussehen, als würden sie darauf surfen. Das ursprüngliche Ziel war klar: Man möchte den General einer Armee und andere Mitglieder der Kommandogruppe als „wichtig“ erkennbar machen, damit der Gegner...


